Rosenpictures

 

Spin

 

Experimenteller Dokumentarfilm von Ginan Seidl

 

„Spin“ stellt in seiner Formsprache Beweglichkeit und Differenz, Relationalität und die Nicht-Antwort ins Zentrum seiner Untersuchung, ausgehend von einer Drehbewegung, im Spannungsfeld der theoretischen Physik und des Sufismus.

Fakten
 

Genre: Experimenteller Dokumentarfilm
Länge: 80 Min.
Format: 1,85:1, DCP, Farbe
Sound: 5.1
Herstellungsland: Deutschland
Fertigstellung: Januar 2017
Buch&Regie: Ginan Seidl
Produktion: ROSENPICTURES Filmproduktion GbR & Ginan Seidl

Weltpremiere/Nationale Premiere: 67. Berlinale, Forum Expanded Januar 2017

Förderer
 

SPIN wurde gefördert von der Kunststiftung Sachsen-Anhalt, der Kloster Bergesche Stiftung und entstand im Rahmen des PMMC Labs der Werkleitz Gesellschaft e.V., gefördert durch die Mitteldeutsche Medienförderung GmbH und dem Land Sachsen Anhalt aus Mitteln der ESF (Europäscher Sozialfonds).

Stills
 
 
 

Spin
Spin
Spin
Spin
 

Synopsis
 

„Ich habe schon lange aufgehört nach Antworten zu suchen. Trotzdem finde ich sie überall. Sie sagen mir nichts. Rein gar nichts.“

Mit Mitteln des Dokumentarischen untersucht „Spin“ auf situative und assoziative Weise, die Komplexität einer Suche nach dem Sinn des Seins, diesem menschlichen Bedürfnis und Wagnis, nach dem Ursprung des Universums zu forschen: Eine allgemeingültige, alles vereinende Antwort finden zu wollen und gleichzeitig zu verstehen, dass die Begrenzung des menschlichen Verstandes nie dazu führen kann. Gedichte, Interviews mit Physiker*innen, Philosoph*innen, einer Sufi Cheikha, einem Semazen (Dervish), sind verwoben mit audiovisuellen Untersuchungen von Rotationen und verhandeln unterschiedlichste Formen des Denkens, Zweifelns und Differenzierens. Sie geben Anstoß, für ein Nachdenken über den Körper und den Geist als Erfahrungsinstrumente, Wissensgenerierungswerkzeuge, Katalysatoren zwischen Wissenschaft und Spiritualität. Wahrheit und Sinn werden wiederkehrend, mit jedem Drehimpuls neu befragt. Der Tanz der Mevlevi Sufis und die Auseinandersetzung mit dem Begriff des „Spin“ in der theoretischen Physik, verdichtet die Komplexität dieser Suche nach Sinn und Wahrheit.

Ausgehend von einer Wüstenlandschaft zu welcher die Betrachter*innen im Verlauf immer wieder zurückkehren, bietet der Film eine audiovisuelle Collage, welche auf verschiedensten Ebenen auch zur eigenen Reflexion einlädt.
„Spin“ stellt in seiner Form und Formulierung Beweglichkeit und Differenz, Relationalität und die Nicht-Antwort ins Zentrum seiner Untersuchung. Er beobachtet, befragt und fängt in Momenten unaufgeregt und manchmal klar ein, welche Formen des Haltes/der Haltung, gegenüber spezifischen Kontexten und Wissenskonzepten innerhalb wiederkehrender Bewegungen, auftauchen, sich verfestigen und wieder beweglich gemacht werden können.

Spin

Team
 

Buch, Regie, Bildgestaltung, Montage, Sounddesign: Ginan Seidl
Bildgestaltung DOP: Ray Peter Maletzki ,
Produzent: Ray Peter Maletzki, Stephan Helmut Beier
Co-Produzentin: Ginan Seidl

Sprecherin: Susanne Sachsse
Stimmen: Norman Sieroka, Ş. Barihüda Tanrikorur, Cheikha H. Nur Artiran and Zafer Gürel, Veli Aksoy, Helena Eckert, Karen Barad
cast/perfomer: Karl Konrad Pompe, Maria Papapostolou, Mauricio Quniñones, Sarah Abel, Susanne Hopmann, Suy Lan Hopmann, Sematänzerin Yvonne K. Bahn

Mentoring: Bettina Ellerkamp, Merle Kröger
Zweite Kamera: Stephan Helmut Beier, Jana Keuchel
Visuelle Effekte: Matthew Gingold